Infoveranstaltung zum Industrie 4.0-Projekt InterOpera und den AAS-Teilmodellprojekten „Vulnerability Management“ und „Software Bill of Material"

Die Verwaltungsschale bzw. Asset Administration Shell (AAS) stellt als eine Umsetzung des digitalen Zwillings bzw. als „Datenstecker“, der möglichst alle Informationen zu einem bestimmten Asset bzw. physischen oder digitalen Wirtschaftsgut aufbewahrt und zugänglich macht, eine wichtige Grundlage für die Industrie 4.0 dar. Die Einführung und Nutzung von Verwaltungsschalen, insbesondere im Produktionsprozess, sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Ausschöpfung der Potentiale der Industrie 4.0. Durch sie kann u.a. die weitflächige industrielle Vernetzung sowie die Steigerung der Produktivität und Effizienz in der Industrie 4.0 gelingen. Zur Erreichung dieses Ziels bedarf es jedoch Interoperabilität. Derzeit finden sich in der Produktion viele z.T. proprietäre, hochspezialisierte digitale Lösungen, welche aber nur in geringem Maße einheitlich sind und vervielfältigt werden können. Das Projekt InterOpera setzt genau hier an, indem es die Entwicklung und standardisierte Umsetzung von Teilmodellen der Verwaltungsschale für prioritäre Branchen, Anwendungsfälle und Wissensdomänen vorantreibt.  

In der Infoveranstaltung wird zunächst das Projekt InterOpera vorgestellt, wobei die Mitwirkungsmöglichkeiten erläutert werden.

In einem zweiten Teil wird Herr Frank Scherenschlich (Geschäftsführer der Firma Class.Ing) zunächst in das Thema Asset Administration Shell (Verwaltungsschale) einführen. Dieses geschieht über den grundsätzlichen Aufbau der AAS und die Visualisierung über den AASX Explorer. Auch wird auf den generellen Aufbau von AAS Teilmodellen unter Nutzung von ECLASS Strukturen und Merkmalen eingegangen.

Anschließend werden die beiden derzeit im Rahmen von InterOpera laufenden softwarebezogenen Teilmodelle „Software Bill of Material“ und „Vulnerability Management“ vorgestellt und die Möglichkeiten der Mitwirkung erläutert. Hier werden auch die ersten Anwendungsfälle der beiden Teilmodelle vorgestellt.

Da Teilmodelle nicht zum Selbstzweck erstellt werden und natürlich auch standardisiert sind, wird zur Verdeutlichung des Vorgehens und der Relevanz des Themas im vierten Teil auch auf den Entstehungs- und Anwendungsprozess von Teilmodellen eingegangen:

  • Standardisierung von Anwendungsfällen über AAS Teilmodelle in der IDTA

  • Herausforderungen der Industrie bei der Erstellung von Asset Administration Shells und der nachhaltigen Datenbefüllung von Teilmodellen

Bereits während der Vorträge als auch zum Schluss wird die Möglichkeit bestehen, noch offen gebliebene Fragen zu stellen und zu diskutieren.  

Die Veranstaltung wird von den drei InterOpera Projektpartnern und dem eingeladenen Gast, Herrn Frank Scherenschlich (Geschäftsführer der Firma Class.Ing), am 03.02.2023 von 10.00 bis 11.30 Uhr angeboten und durchgeführt. Zu den InterOpera Projektpartnern zählen das Steinbeis Europa Zentrum, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und das vom VDE DKE getragene Standardization Council Industrie 4.0.

​​​​​​AGENDA

10:00 Uhr - 10:20 Uhr

Begrüßung

Vorstellung des Projekts InterOpera –
Hintergrund, Ziele, derzeitige Aktivitäten sowie Mitwirkungsmöglichkeiten

Carina Gliese, Steinbeis Europa Zentrum

10:20 Uhr - 11:05 Uhr

Vorstellung Asset Administration Shell – Aufbau, AASX Package Explorer und Nutzung von ECLASS

Vorstellung der softwarebezogenen Teilmodelle „Vulnerability Management“ und „Software Bill of Materials“

Erläuterung des Entstehungs- und Anwendungsprozesses der Asset Administration Shell

Frank Scherenschlich, Geschäftsführer der Firma Class.Ing

11:05 Uhr - 11:30 Uhr

Fragerunde

Carina Gliese, Steinbeis Europa Zentrum

Frank Scherenschlich, Class.Ing

Dachuan Shi, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Veranstalter

Steinbeis Europa Zentrum

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung

Standardization Council Industrie 4.0.

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