Abschlusspräsentation zum Asset Administration Shell-Teilmodellprojekt „Technical Data for Injection Molding” im Industrie 4.0-Projekt InterOpera

Die Verwaltungsschale bzw. Asset Administration Shell (AAS) stellt als eine Umsetzung des digitalen Zwillings einen „Datenstecker“ dar, der möglichst alle Informationen zu einem bestimmten Asset bzw. physischen oder digitalen Wirtschaftsgut aufbewahrt und zugänglich macht. Die Einführung und Nutzung der AAS insbesondere in der Produktion ist damit ein wichtiger Meilenstein, um alle Potentiale der Industrie 4.0 voll auszuschöpfen und die Produktivität und Effizienz zu steigern. Zur Erreichung dieses Ziels bedarf es jedoch Interoperabilität, um die Assets möglichst einfach und vollständig zu vernetzten. Derzeit finden sich in der Produktion viele z.T. proprietäre, hochspezialisierte digitale Lösungen, welche aber nur in geringem Maße einheitlich sind und vervielfältigt werden können. Das Projekt InterOpera setzt genau hier an, indem es die Entwicklung und standardisierte Umsetzung von AAS Teilmodellen für prioritäre Branchen, Anwendungsfälle und Wissensdomänen vorantreibt.  

In der Veranstaltung wird Herr Patrick Sapel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen, und Methodenberater des Teilmodellprojekts “Technical Data for Injection Molding“, die Projektergebnisse vorstellen. Anschließend besteht für das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Typischerweise fertigen Spritzgießunternehmen Spritzgießteile nach Spezifikation von Kunden. Für eine Kundenanfrage muss der Spritzgießbetrieb die Machbarkeit dieser Anfrage prüfen. Dafür wird eine technische Prüfung hinsichtlich der Maschinenfähigkeit, wie z.B. erforderliche Schließkraft, durchgeführt. Problematisch daran ist der hohe Zeitaufwand für die Produktionsplaner, der bei manuellem Abgleich der Merkmalausprägungen auftritt und zudem mit Fehlern behaftet sein kann.

In der Spritzgießdomäne sind standardisierte Zwillinge in Form der Verwaltungsschale noch nicht vorhanden. Das Teilmodell "Technical Data for Injection Molding" erstellt Verwaltungsschalen für die wichtigsten Assets der Spritzgießverarbeitung, namentlich die Spritzgießmaschine, das Spritzgießwerkzeug und ausgewählte Peripheriegeräte (z. B. Temperiergerät). Die Teilmodelle fokussieren sich auf die technischen Daten der jeweiligen Assets.

 

Die Veranstaltung wird von den drei InterOpera Projektpartnern und Herrn Patrick Sapel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen, am 17.11.2023 von 10.00 bis 11.00 Uhr angeboten und durchgeführt. Zu den InterOpera Projektpartnern zählen das Steinbeis Europa Zentrum, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA  und das vom  VDE DKE getragene Standardization Council Industrie 4.0.

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Dr. Katharina Böhm
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