Ein neues Konzept für Smart Life und Smart EconomySteinbeis Europa Zentrum begleitete die Städte Hamburg, Nantes und Helsinki und präsentiert Ergebnisse auf Abschlusskonferenz

27. September 2022
Teilnehmende der mySMARTLife Abschlusskonferenz in Hamburg

Nach sechs Jahren Projektlaufzeit und gemeinsamen Anstrengungen von 27 Partnern aus sechs Ländern, um nachhaltige Städte mit umweltbewussten Menschen und einer anpassungsfähigen Wirtschaft Wirklichkeit werden zu lassen, geht das Smart Cities Projekt mySMARTLife zu Ende. Es ist an der Zeit, die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, um die Replikation mit Hilfe der neuen Methoden und innovativen Lösungen zu fördern. Daher haben das Steinbeis Europa Zentrum und die mySMARTLife-Partner gemeinsam eine Broschüre entwickelt, in der die wichtigsten Lösungen und Best Practices zusammengefasst sind. Die Ergebnisse wurden auf einer Abschlusskonferenz am 14. und 15. September in Hamburg präsentiert und diskutiert.

Das Steinbeis Europa Zentrum war federführend für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Projekt zuständig. Es hat sich aber auch um geistiges Eigentum, die Verwertung der Projektergebnisse und die Entwicklung von Geschäftsmodellen gekümmert und einen Verwertungsplan erarbeitet, der in der Broschüre dokumentiert wird.

Die Verwertungsaktivitäten konzentrierten sich auf die Industriepartner und ihre Bedarfe, Herausforderungen und mögliche Lösungen. Die angewandte Verwertungsmethodik des Steinbeis Europa Zentrums konzentrierte sich auf das Management geistiger Eigentumsrechte, Markteinführung, Roadmapping und Wissenstransfer.

mySMARTLife feierte sein erfolgreiches Projektende mit seiner Abschlusskonferenz - Smart People - Smart Economy - Smart Cities am 14. und 15. September 2022 in Hamburg. Im Fokus stand der Wissenstransfer über die gewonnenen Erfahrungen und Lösungen in den Bereichen Mobilität, Bürgerengagement, effiziente Gebäude, intelligente Beleuchtung und IKT.

Almut Moeller, Staatsrätin und Bevollmächtigte der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, der Europäischen Union

Die Maßnahmen wurden in den drei Leuchtturmstädten Nantes (Frankreich), Hamburg (Deutschland) und Helsinki (Finnland) durchgeführt. Drei Follower-Städte – Bydgoszcz (Polen), Rijeka (Kroatien) und Palencia (Spanien) – haben direkt aus diesen Erfahrungen gelernt und eigene urbane Transformationspläne erstellt.

Als großes Demonstrationsprojekt hat mySMARTLife intelligente Stadtteile entstehen lassen und dabei Energieeffizienzmaßnahmen zur Reduzierung des Energiebedarfs, der Treibhausgase und Schadstoffemissionen sowie die Integration erneuerbarer Energiequellen und Energiespeicher in die Energienetze berücksichtigt. Ebenso wurden saubere Mobilitätslösungen in den Städten implementiert.

Der erste Konferenztag begann mit einer feierlichen Rede von Almut Moeller, Staatsrätin und Bevollmächtigte der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten sowie Georg Houben, Project Officer Local Initiatives Team, GD ENER, Europäische Kommission. Es folgte ein Vortrag von Thomas Osdoba (EIT Climate-KIC, NetZeroCities) zu der Frage, wie man eine klimaneutrale Stadt bis 2030 erreichen kann sowie eine Präsentation von Baptiste Mougeot,SPL Lyon- Confluence zum Projekt Scalable Cities.

Der zweite Tag fand praxisnah im Hamburger Demonstrationsstadtteil Bergedorf statt, wo sich die Teilnehmenden von den Lösungen vor Ort überzeugen konnten.

Erfolgreiche Lösungen im Demonstrationsgebiet Hamburg-Bergedorf

Im Rahmen der Energiewende wird erwartet, dass Wasserstoff eine wichtige Rolle im Energie- und Mobilitätssektor spielen wird. Die Hochschule Hamburg, der Energieversorger enercity und der Gasnetzbetreiber Gasnetz Hamburg haben im Entwicklungsgebiet "Am Schilfpark" in Hamburg-Bergedorf ein Fernwärmesystem mit einem Wasserstoffanteil von bis zu 30 % im Brenngas getestet. Damit wurde die Wärmeversorgungsanlage, bestehend aus zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) und zwei Gaskesseln, wasserstofffähig gemacht. Das Netz versorgt 273 Wohnungen mit Wärme und Warmwasser. Zusätzlich wurden ein Überwachungssystem und das Wasserstoffinjektions- und Gasmischsystem installiert. Darüber hinaus dient Wasserstoff als Speichermedium für erneuerbaren Strom und kann mit Hilfe von BHKW wieder in Strom umgewandelt werden.

Besuch beim Fernwärmesystem mit einem Wasserstoffanteil von bis zu 30 % in Hamburg-Bergedorf

Hamburg zeigt als Leuchtturm einer Smart City zwei weitere richtungweisende Ansätze: Eine Urban Data Plattform verfolgt einen System-of-Systems-Ansatz und macht die urbanen Daten der Stadt zwischen Systemen auffindbar, zugänglich, interoperabel und wieder verwendbar. Die Plattform baut auf der bestehenden Geodateninfrastruktur auf und erweitert sie um zusätzliche Komponenten, z.B. für den Umgang mit Sensordaten oder die Durchführung von Datenanalysen.

Der Einsatz von elektrisch angetriebenen Bussen hilft, umweltschädliche CO2-Emissionen zu vermeiden. Der Verkehrsbetrieb VHH beschaffte für den Bezirk Bergedorf 60 Elektrobusse, die mit lokal erzeugter erneuerbarer Energie aufgeladen werden. In 2018 wurde eine der ersten Elektrobuswerkstätten in Norddeutschland errichtet. Bis 2030 will Hamburg die Umstellung auf Elektromobilität in der Hansestadt abschließen.

Lesen Sie mehr über erfolgreiche Lösungen in den Leuchtturmstädten Nantes, Hamburg und Helsinki sowie in den Follower-Städten.

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Gabi Kaiser
Fernando Barrientos
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