Partnerschaftsinitiative Baden-Württemberg – United Kingdom

15. Juni 2021

Über den Brexit hinaus eine enge und langfristige Wirtschaftspartnerschaft schaffen und neue gewinnbringende Kooperationen aufbauen

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Baden-Württemberg sind traditionell sehr gut. Großbritannien ist nach wie vor einer unserer wichtigsten Handelspartner. 2019 hat Baden-Württemberg Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 10,5 Milliarden Euro dorthin exportiert und gleichzeitig Waren und Dienstleistungen im Wert von 4,3 Milliarden Euro aus dem Vereinigten Königreich importiert.

Für den gemeinsamen zukünftigen Wohlstand ist es wichtig, in einen engen wirtschaftlichen Dialog zu investieren und weiterhin neue Partnerschaften in Schlüsselsektoren aufzubauen. Denn Geschäftsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich werden auch nach dem Brexit gewinnbringend sein.

Aus diesem Grund haben das britische Generalkonsulat und das Department for International Trade sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg bereits im Jahr 2020 die Partnerschaftsinitiative BW – UK ins Leben gerufen.

Vision, Ziele und Aktivitäten

Die Vision der „Economic Partnership Initiative” ist es, durch eine Intensivierung des Dialogs neue Möglichkeiten der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit zu eruieren und gleichzeitig konkrete Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen zu schaffen, um ihre Innovationsfähigkeit und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Die Partnerschaftsinitiative trägt dazu bei, dass beide Partner auch künftig im internationalen Wettbewerb eine führende Rolle bei Innovationen einnehmen. Neben regelmäßigen politischen Gesprächen umfasst die Initiative auch die baden-württembergisch – britische Vernetzung internationaler Veranstaltungen in beiden Wirtschaftsregionen, Delegationsreisen, KMU-Matchings, Roundtables und Expertendialoge. Der Fokus liegt auf zukunftsorientierten Themen mit engem Bezug zu den Herausforderungen der wirtschaftlichen Transformation.

Schwerpunkte

Basierend auf den Ergebnissen einer Studie, die die Steinbeis 2i GmbH im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durchgeführt hat, konzentriert sich die Partnerschaftsinitiative derzeit schwerpunktmäßig auf die Bereiche Automotive und Gesundheitswirtschaft. Jedoch auch die Bereiche Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden in den Blick genommen.

Die Studie hat ergeben, dass sich eine Zusammenarbeit mit britischen Partnern in diesen Bereichen auch in Zukunft ganz besonders lohnt. Das Vereinigte Königreich und Baden-Württemberg sind in diesen Feldern stark und innovativ und können gemeinsam viel erreichen, wenn jeder seine jeweiligen Stärken und Kompetenzen einbringt.

Die von der Steinbeis 2i GmbH erstellte Studie „Gemeinsam stärker – Stronger together: Erfolgreiche Geschäftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und dem Vereinigten Königreich“ zeigt, dass vier Branchen als besonders relevant eingestuft werden können: die Automobilbranche, die Gesundheitsbranche, die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie die Maschinenbau- und Produktionsbranche. Sowohl innerhalb als auch zwischen diesen vier Branchen besteht ein hohes Potenzial für Synergien zwischen beiden Wirtschaftsregionen. Das größte Potenzial für zukünftige Synergien ergibt sich jedoch aus Überschneidungen mit den Querschnittsthemen Automatisierung und Robotik, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie nachhaltiges Wirtschaften.

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https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/wirtschaft/wirtschaftsstandort/brexit-und-partnerschaftsinitiative/partnerschaftsinitiative-baden-wuerttemberg-united-kingdom/

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