Innovative Health Initiative (IHI)

Die Innovative Health Initiative (IHI) ist eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und verschiedenen Industrieverbänden aus dem Gesundheitsbereich, welche das Ziel hat Gesundheitsforschung und Innovation in greifbare Vorteile für Patienten und die Gesellschaft umzusetzen. Dieses Ziel soll mit einem Gesamtbudget von 2,4 Mrd. Euro umgesetzt werden, welches aus 1,2 Mrd. des Clusters Gesundheit der EC, 1 Mrd. Euro der Industrieverbände und weiteren 200 Mio. Euro aus den Eigenbeiträgen der „contributing partern“ finanziert wird. Zu den teilnehmenden Industrieverbänden gehören EFPIA (Pharmazeutische Unternehmen), COCIR (Unternehmen aus den Bereichen Imaging, Radiotherapie, IKT und Elektromedizin), MedTechEurope (Medizintechnologische Unternehmen), EuropaBio (Biotechnologische Unternehmen) und VaccinesEurope (Impfstoff-Unternehmen).

Worin liegt die Herausforderung?

Die Herausforderung besteht darin, verschiedene Sektoren zusammenzubringen, um die Gesundheitsversorgung zu transformieren. Obwohl es in der medizinischen Forschung Fortschritte gibt, arbeiten die verschiedenen Branchen noch nicht ausreichend zusammen. Deshalb ist ein innovativer Ansatz nötig, der eine bessere Integration von Forschung und Versorgung ermöglicht.

Die Vision von IHI:

Durch die Zusammenarbeit verschiedener Sektoren wie Universitäten, Industrie, KMUs, Patientenorganisationen und Regulierungsbehörden sollen innovative, integrierte Lösungen für Gesundheitsforschung und -versorgung entwickelt werden. Die IHI möchte von der Krankheitsversorgung zur Gesundheitsversorgung übergehen, indem sie Prävention, Diagnose, Behandlung und Krankheitsmanagement nahtlos integriert.

Die Ziele von IHI:

Die Ziele der IHI sind:
1) Gesundheitsforschung und Innovation in konkrete Vorteile für Patienten und die Gesellschaft umsetzen.
2) Sichere, wirksame Gesundheitsinnovationen bereitstellen, die die gesamte Versorgung von Prävention bis Behandlung abdecken, besonders in unterversorgten Bereichen.
3) Europas Gesundheitsindustrien global wettbewerbsfähig machen.

Darüber hinaus auch noch weitere spezifische Ziele, wie die Integration von Gesundheitsforschung, die Entwicklung integrierter Gesundheitslösungen und die Nutzung von Gesundheitsdaten in Forschung und Versorgung. Grundsätzlich wird eine stärkere Beteiligung von Patienten und Bürgern an Gesundheitsinnovationen angestrebt.
Die IHI trägt zudem zu mehreren EU-Richtlinien bei. Insbesondere wird erwartet, dass die Projekte der IHI zu Horizon Europe (dessen Teil die IHI ist), sowie zum Europe's Beating Cancer Plan, der neuen Industriestrategie für Europa, der Pharmazeutischen Strategie für Europa und dem Europäischen Gesundheitsdatenraum beitragen. Darüber hinaus leistet die IHI einen Beitrag zum Sustainable Development Goal (SDG) 3 der Vereinten Nationen, das sich auf die Sicherstellung eines gesunden Lebens und das Wohlergehen für alle Altersgruppen konzentriert.

Ausschreibungen:

Die Ausschreibungen (ein- und zweitstufige) für Innovations- und Verbundprojekten der IHI bieten allen Organisationen, die in der Gesundheitsforschung und Gesundheitsversorgung tätig sind, die Möglichkeit, Konsortien zu bilden und sich für sektorübergreifende Partnerschaften zu bewerben. Dazu zählen unter anderem Hochschulen, Forschungseinrichtungen, gesundheitsbezogene Industrien, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Patientenorganisationen, Regulierungsstellen.  Die Ausschreibungsthemen werden zusammen von den beteiligten Industrieverbänden und der EU erarbeitet und jährlich über das Funding and Tender Portal der EU veröffentlicht. Für die Teilnahme gelten die gleichen Beteiligungsregeln wie für Forschungs- und Innovationsprojekte („Research and Innovation Actions“) im Horizon Europa Programm. Jedoch gibt es Besonderheiten zu beachten:
Bei einstufigen Projektanträgen müssen mindestens 45% der gesamten Projektkosten durch Eigenbeiträge von Unternehmen eingebracht werden, die aus den an der IHI beteiligten Industrieverbänden stammen. Demnach müssen Unternehmen zwingend am Projektantrag beteiligt sein. Welche Unternehmen das sind, ist dabei nicht vorgegeben.
Bei zweistufigen Anträgen sollen Unternehmen ebenso beteiligt sein. Obwohl sie ihre Beteiligung zum Zeitpunkt der Ausschreibungen bereits feststeht, beteiligen sich jedoch nicht an der Antragstellung in der ersten Stufe. Erst in der zweiten Stufe erstellt das erfolgreiche Konsortium einen gemeinsamen Antrag mit diesen Unternehmen.

Call topics

Call 6:
- Topic 1: Support healthcare system resilience through a focus on persistency in the treatment of chronic diseases (zweistufig)
- Topic 2: Development of evidence based practical guidance for sponsors on the use of real-world data / real-world evidence (zweistufig)

Call 7:
- Topic 1: Improving clinical management of heart disease from early detection to treatment (einstufig)
- Topic 2: User-centric technologies and optimised hospital workflows for a sustainable healthcare workforce
- Topic 3: Clinical validation of biomarkers for diagnosis, monitoring disease progression and treatment response

Links:

Zur Destination im Funding & Tender Portal:
IHI Call 6 Funding & tenders (europa.eu)

Zum Arbeitsprogramm:
IHI Call 6 IHI call 6 | IHI Innovative Health Initiative (europa.eu)

Zur Destination im Funding & Tender Portal:
IHI Call 7 Funding & tenders (europa.eu)

Zum Arbeitsprogramm:
IHI Call 7 IHI call 7 | IHI Innovative Health Initiative (europa.eu)

Zur Vorankündigung von Call 6 und 7:
Future opportunities | IHI Innovative Health Initiative (europa.eu)

Name des Förderprogramms

Innovative Health Initiative (IHI)

Budget

1,3 Milliarden EUR

Abgabe

16.04.2024

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Dr. Alena Bubeck
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