DonaustrategieSteinbeis Europa Zentrum wirkt am 11. Donausalon in Berlin mit - Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Donauraum
Am 5. März 2026 fand in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin der 11. Donausalon statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Regionen verbinden, Zusammenhalt stärken: Wirtschaftliche Resilienz und Reduzierung von Disparitäten im Donauraum“. Rund 520 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie kamen auf Einladung des Staatsministeriums Baden-Württemberg und der Botschaft der Republik Bulgarien zusammen. Mitgastgeber des Abends war Bulgarien, das im Jahr 2026 den Vorsitz der EU-Strategie für den Donauraum innehat. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Austausch, Diskussion und Vernetzung zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Region.
Eröffnet wurde der Donausalon von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann. Zu den Gästen zählten neben dem bulgarischen Botschafter in Deutschland, Grigor Porozhanov, zahlreiche Botschafterinnen und Botschafter sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und internationalen Organisationen aus dem gesamten Donauraum. In seiner Rede betonte Minister Hermann die Bedeutung der EU-Donauraumstrategie, die vor 15 Jahren ins Leben gerufen wurde. Sie fördere politische Zusammenarbeit, stärke den regionalen Zusammenhalt und vernetze Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur in der Region. Angesichts aktueller geopolitischer Entwicklungen sei die Zusammenarbeit im Donauraum wichtiger denn je.
Keynote und Podiumsdiskussion
Im Anschluss an die Begrüßung hielt Sebastian Schäffer, Direktor des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) in Wien, eine Keynote zum Thema „Regionen verbinden, Zusammenhalt stärken: Wirtschaftliche Resilienz und Reduzierung von Disparitäten im Donauraum“. Schäffer betonte die Bedeutung der EU-Erweiterung für die wirtschaftliche Entwicklung der Donauraumstaaten und die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit in der Region zu stärken. An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen Dr. Jonathan Loeffler (Steinbeis Europa Zentrum, Stuttgart), Vyara Mincheva (Nationale Koordinatorin für die EU-Strategie für den Donauraum, Bulgarien), Svetoslav Stoynev (Ministerium für Tourismus der Republik Bulgarien) sowie Sebastian Schäffer (Institut für die Donauregion und Mitteleuropa, Wien) teil. ( Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg, Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum: Baden-Württemberg.de)
Steinbeis und Donautransferzentren leisten wichtigen Beitrag zur konstruktiven Zusammenarbeit
In der Podiumsdiskussion argumentierte Jonathan Loeffler, CEO Steinbeis Europa Zentrum, für eine stärkere regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Komplementarität – nicht durch Wettbewerb zwischen Regionen – und plädierte für mehr Unterstützung für junge Menschen, insbesondere aus der Wissenschaft, damit sie Unternehmerinnen und Unternehmer werden. In seiner Keynote forderte Sebastian Schäffer, die Donau solle zu einem „Fluss der Integration“ werden – einem gemeinsamen Raum für Kooperation, Resilienz und Kohäsion.
Anlässlich von 15 Jahren EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) unterstrich die Podiumsdiskussion eine gemeinsame Überzeugung: Europäische Zusammenarbeit schafft dann echten Mehrwert, wenn sie auf regionaler Ebene in konkrete Projekte, Innovationspartnerschaften und Technologietransfer-Aktivitäten übersetzt wird. In diesem Kontext zeigt das Danube Transfer Centre Network, wie makroregionale Strategien in der Praxis umgesetzt werden können: Durch die Vernetzung von öffentlichen Stellen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen entlang kompletter Wertschöpfungsketten ermöglicht das DTC-Netzwerk sektorübergreifende Zusammenarbeit, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von KMU und trägt zu wirtschaftlicher Resilienz und Kohäsion im gesamten Donauraum bei.

Clémentine Roth, Jonathan Loeffler und Sebastian Große-Puppendahl präsentieren die Donauprojekte DanubeCrafts und Culinary Trail
Wirtschaft als Schwerpunkt der Donauraumstrategie
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist einer der zentralen Schwerpunkte der baden-württembergischen Aktivitäten innerhalb der Donauraumstrategie. Gemeinsam mit Kroatien koordiniert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg den Prioritätsbereich 8 „Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen“. Darüber hinaus unterstützt das Ministerium auch die bulgarische Präsidentschaft der Donauraumstrategie im Jahr 2026. Baden-württembergische und bulgarische Partner arbeiten derzeit in 16 der bislang 90 genehmigten Projekte des Interreg-Donauraumprogramms zusammen. Das Programm wird von der Kontaktstelle für Baden-Württemberg und Bayern begleitet, die beim Wirtschaftsministerium angesiedelt ist und ebenfalls mit einem Informationsstand vertreten war.
Partnerschaften & Netze - Steinbeis DE
Pressemeldung Staatsministerium: Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum: Baden-Württemberg.de
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