Kompass für Wettbewerbsfähigkeit - Europa als Innovationsstandort festigen

10. November 2025
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Am 29. Januar 2025 hat die Europäische Kommission den EU-Wettbewerbskompass vorgestellt, eine strategische Initiative zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas und zur Sicherung nachhaltigen Wohlstands für die Jahre bis 2029. Ziel ist es, Europa als Innovationsstandort zu festigen, nachhaltige Technologien zu fördern und die industrielle Transformation voranzutreiben.

Für Unternehmen bietet der Kompass Chancen durch vereinfachte Rahmenbedingungen, gezielte Förderungen und eine Stärkung des Binnenmarkts.

Ziele des Kompasses:

  • Wirtschaftswachstum und nachhaltigen Wohlstand in Europa fördern
  • Unternehmerische Tätigkeiten erleichtern
  • Europäische Unternehmen auf dem Weltmarkt stärken
  • die Entwicklung zukunftsorientierter Technologien ermöglichen
  • Europa bis 2050 klimaneutral machen

Konkret bedeutet das für europäische Unternehmen:

  • Stärker integrierter Kapitalmarkt mit zusätzlichen 470 Mrd. € Finanzierungsmöglichkeiten
  • 37,5 Mrd. € Einsparungen für EU-Unternehmen, wenn Vereinfachungsziele erreicht werden
  • 500 000 neue Arbeitsplätze bis 2030 in der europäischen Kreislaufwirtschaft

Innovation, Dekarbonisierung und Sicherheit - Drei zentrale Handlungsfelder

Der Kompass gliedert sich in die Bereiche Innovation, Dekarbonisierung und Sicherheit. Innovation fokussiert auf die Schließung der Innovationslücke gegenüber China und den USA, Dekarbonisierung verbindet Wettbewerbsfähigkeit mit bezahlbarer Energie, und Sicherheit zielt auf die Verringerung von Abhängigkeiten und die Stärkung der Lieferketten ab.

Innovation und Digitalisierung fördern

  • Schaffung eines innovationsfreundlichen Umfelds für Unternehmen.
  • Initiativen wie “AI Gigafactories” und “Apply AI” zur industriellen Nutzung von Künstlicher Intelligenz.
  • EU-Start-up- und Scale-up-Strategie zur Reduzierung von Hürden für junge Unternehmen.

Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit vereinen

  • Sicherstellung erschwinglicher und sauberer Energie durch einen “Affordable Energy Action Plan”.
  • Unterstützung energieintensiver Branchen wie Stahl, Metalle und Chemie durch gezielte Förderprogramme.
  • Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für klimafreundliche Technologien.

Resiliente Lieferketten und Marktzugang sichern

  • Neue Handels- und Investitionspartnerschaften zur Diversifizierung der Rohstoffversorgung.
  • Überarbeitung des öffentlichen Beschaffungswesens zur Stärkung europäischer Unternehmen.
  • Maßnahmen zur Reduzierung strategischer Abhängigkeiten in Schlüsselsektoren.

Ergänzend zu den drei Pfeilern gibt es fünf  Querschnittsbereiche zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

  1. Bürokratieabbau: Reduzierung administrativer Lasten um mindestens 25% für Unternehmen und 35% für KMU.
  2. Vertiefung des Binnenmarkts: Beseitigung regulatorischer Hürden und Beschleunigung von Standardisierungsprozessen.
  3. Finanzierung verbessern: Aufbau einer Europäischen Spar- und Investitionsunion zur Erleichterung von Kapitalflüssen.
  4. Fachkräftesicherung: Einrichtung einer “Union der Kompetenzen” zur Förderung von Aus- und Weiterbildung.
  5. Koordinierte Wirtschaftspolitik: Einführung eines Wettbewerbssteuerungsinstruments zu besseren Abstimmung von EU- und nationalen Maßnahmen.

Der EU-Wettbewerbskompass bietet eine klare Strategie, um Europa als Wirtschaftsstandort zu stärken und KMU durch gezielte Maßnahmen zu unterstützen. Die Verbindung von Innovation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Resilienz soll langfristig Wachstum und Wohlstand sichern.

Unterstützung für Unternehmen

Das Steinbeis Europa Zentrum unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Finanzierung, insbesondere bei EU-Förderung, Innovation und Nachhaltigkeit. In Baden-Württemberg könnten durch den Kompass Arbeitsplätze geschaffen und die Arbeitslosenquote gesenkt werden.

Der Fokus liegt auf zukunftsorientierten Innovationen und Technologien.

Als Partner im Enterprise Europe Network bringen wir Unternehmen in Kontakt zu Partnern im Ausland. Wir bieten Vernetzung, damit sie sich gemeinsam auf Änderungen, die durch den Kompass entstehen, vorbereiten und darüber austauschen können.

Durch die Verbindung zur Europäischen Kommission hat das SEZ zusätzlich die Möglichkeit, Unternehmen über neue Regelungen bzw. Änderungen zu informieren und diese bei der Umsetzung zu unterstützen.

Mehr erfahren: eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52025DC0030

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Dr.-Ing. Petra Püchner
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