Europäische KommissionHorizon Europe 2025: Chancen für Forschung und Innovation – Fokus auf Gesundheit, Klima und internationale Partnerschaften
Horizon Europe 2025 bringt nicht nur frisches Geld in zentrale Forschungs- und Innovationsbereiche – es zeigt auch, wie gezielte Themen, internationale Partnerschaften und Exzellenzförderung zusammenspielen. Wer sich jetzt informiert, Partnerschaften aufbaut und Projektideen konkretisiert, kann sich entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern.
Unsere Projektleiterinnen und Projektleiter informieren sie gerne.
Drafts sind öffentlich
Die EU-Kommission hat die offiziellen Arbeitsprogramme für Horizon Europe 2025 veröffentlicht – mit gezielten Anpassungen bei Budgets und Themen, die sowohl für Forschungseinrichtungen als auch für Unternehmen neue Anknüpfungspunkte bieten.
Im Gesundheitsbereich wurde das Budget deutlich erhöht. Forschung zu geistigen Behinderungen, psychischen Erkrankungen und der Wirkung von Mikroplastik wird mit zusätzlichen Mitteln unterstützt. Neu hinzu kommt ein Förderaufruf zu bisher unterforschten Krankheiten wie Autismus oder chronischem Rückenschmerz – ein Signal für forschungsstarke KMU und interdisziplinäre Konsortien.
Unternehmen aus den Bereichen Energie, Mobilität und Umwelt finden in Cluster 5 und 6 neue Fördermöglichkeiten, etwa für smarte Energiesysteme, CO₂-Abscheidung oder Kreislauflösungen in der Automobilindustrie. Erstmals wird auch eine gezielte Zusammenarbeit mit Indien gefördert – unter anderem bei Wasserstoff aus Abfällen und mariner Verschmutzung.
Für technologieorientierte Akteure interessant: Die Mittel im Bereich Digitales und Industrie wurden leicht gekürzt, insbesondere bei Projekten zur Standardisierung und zu kritischen Rohstoffen. Gleichzeitig werden neue Anwendungsfelder für Robotik und KI im Katastrophenschutz und in der Kreativwirtschaft erschlossen.
Die Sichtbarkeit europäischer Hochschulen soll über die European Excellence Initiative gestärkt werden, die 20 Millionen Euro zusätzlich erhält. Für innovationsnahe Hochschulen, Transferzentren und Spin-offs ergeben sich daraus neue strategische Perspektiven.
Auf einen Blick
Cluster 1: Gesundheit
- Budget: Erhöht auf 843,79 Mio. € (vorher 803,19 Mio. €).
- Zusätzliche 40 Mio. € für Themen wie geistige Behinderungen, psychische und neurologische Erkrankungen sowie Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik.
- 30 Mio. € für neue Forschung zu wenig beachteten Krankheiten (z. B. Autismus, Rückenschmerzen).
Cluster 2: Kultur, Kreativität und inklusive Gesellschaft
- Budget unverändert bei 362,80 Mio. €.
- Themen reichen von autokratischen Bewegungen bis zum Einsatz von KI in der Kreativbranche.
Cluster 3: Zivile Sicherheit für die Gesellschaft
- Budget leicht erhöht auf 247,83 Mio. € (vorher 244,08 Mio. €).
- Geplante Mittel für Cybersicherheit aus früherem Entwurf fehlen nun.
- Neue Themen: humanitäres Minenräumen, Robotik in Katastrophenlagen.
Cluster 4: Digitales, Industrie und Raumfahrt
- Budget reduziert auf 1,57 Mrd. € (vorher 1,62 Mrd. €).
- Kürzungen betreffen u. a. Klimaneutralität, kritische Rohstoffe, Robotik und Wissensverwertung.
Cluster 5: Klima, Energie und Mobilität
- Neues Budget: 1,23 Mrd. €.
- Gemeinsame Themen mit Indien wurden teils bestätigt (z. B. Wasserstoff aus Abfällen).
- Weitere neue Aufrufe: intelligente Energiesysteme, CO₂-Abscheidung zur Ablösung fossiler Brennstoffe, Kreislaufwirtschaft im Automobilsektor.
- Themen zu Meeresmüll wurden in Cluster 4 verschoben.
Cluster 6: Ernährung, Bioökonomie, natürliche Ressourcen, Landwirtschaft, Umwelt
- Budget: 967,70 Mio. €, leicht gesunken seit Oktober 2024.
- Thema Meeresverschmutzung wird nur noch in Zusammenarbeit mit Indien gefördert.
Ausweitung der Beteiligung und Stärkung des Europäischen Forschungsraums
- Budget erhöht von 194 Mio. € auf 214,5 Mio. €.
- European Excellence Initiative erhält 20 Mio. € zusätzlich, um Europas Hochschulen international besser sichtbar zu machen.
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