Gemeinsam vorankommen – Die Hochschule Karlsruhe und das Steinbeis Europa Zentrum kooperieren in zwei großen Forschungsprojekten in Afrika

5. Januar 2023
Das Projektkonsortium von SophiA posiert vor Bäumen
Kick-off Meeting SophiA, Oktober 2021

Zusammen mit dem langjährigen Partner Hochschule Karlsruhe betreut das Steinbeis Europa Zentrum zwei technische EU-Forschungsprojekte mit Schwerpunkt in Afrika. Zusätzlich zu europäischen Organisationen sind Forschungspartner aus sieben verschiedenen afrikanischen Ländern (Burkina Faso, Kamerun, Kenia, Nigeria, Südafrika, Tansania, Uganda) mit von der Partie.

Das im Oktober 2021 gestartete Projekt SophiA (gefördert durch Horizont 2020) erforscht nachhaltige netzunabhängige Lösungen für ländliche Krankenhäuser in Afrika. Das Projekt erleichtert den Zugang zu CO2-neutraler Energie für Gesundheitseinrichtungen in Afrika und beschleunigt damit die nachhaltige Entwicklung, das Wachstum und den wirtschaftlichen Wandel. Dies gewährleistet einen besseren Zugang zu Energie und Gesundheitsdiensten für alle. Innovative und kostengünstige solarbetriebene Container werden entwickelt und vor Ort hergestellt, welche die Versorgung von Trinkwasser, Heißwasser- und Dampfproduktion, Kühlung für die verschiedenen Anwendungen im Krankenhaus und elektrische Notstromversorgung der Operationsräume und Intensivstation bieten.

Die multifunktionalen Systeme verwenden Photovoltaikmodule, solarthermische Module, Wasseraufbereitung und natürliche Kältemittel mit niedrigem Treibhauspotenzial in einem Kaskadenkältesystem mit hocheffizienter thermischer Energiespeicherung. Sie werden in vier ländlichen Gesundheitszentren verschiedener Klimaregionen Afrikas vorgestellt: Burkina Faso, Kamerun, Malawi und Uganda.

SophiA wird vom Institut für Kälte-, Klima,- und Umwelttechnik von Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Kauffeld koordiniert.

Im Rahmen des Projekts unterstützt das Steinbeis Europa Zentrum den Koordinator und ist für das administrative und finanzielle Projektmanagement sowie für die Verwaltung der geistigen Eigentumsrechte, Technologietransfer und die Definition der Verwertungsstrategie zuständig. Außerdem unterstützt es bei der Erstellung des Geschäftsplans, der Analyse der Wertschöpfungskette und dem Wissenstransfer durch den Aufbau von Kooperationen mit anderen Initiativen und EU-finanzierten Projekten.

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Gerade erst gestartet (November 2022) ist das Projekt PrAEctiCe (gefördert unter Horizon Europe), welches sich mit den Potenzialen agrarökologischer Praktiken in Ostafrika mit Schwerpunkt auf zirkulären Wasser-Energie-Nährstoff-Systemen befasst. Um ostafrikanische Kleinbauern bei der Umstellung auf den ökologischen Landbau zu unterstützen, konzentriert sich PrAEctiCe auf die Quantifizierung der Auswirkungen aktueller agrarökologischer Praktiken, um den Nachweis zu erbringen, dass ökologischer Landbau sowohl nachhaltig als auch finanziell rentabel ist. Das Projekt geht über die bestehenden Indikatorensets hinaus, indem es ein Entscheidungshilfeinstrument für agrarökologische Berater bereitstellt, welches die Auswahl der am besten geeigneten Kombinationen von agrarökologischen Praktiken in einem lokalen Kontext unterstützt. Zudem liegt der Schwerpunkt auf Wasser-Energie-Nährstoff-Kreislaufsystemen. Eine besondere Rolle spielen hier integrierte Systeme aus Fischzucht (Aquakultur) und Landwirtschaft (Integrated Aquaculture Agriculture, IAA). Die Integration von Aquakulturen mit der pflanzlichen Erzeugung in gemischten Anbausystemen ist aufgrund des ökologischen und landwirtschaftlichen Mehrwerts ein Schlüssel zu nachhaltigen Agrarproduktionssystemen.

Das Entscheidungshilfeinstrument wird in drei Living Labs in Kenia, Uganda und Tansania validiert, die sich auf zirkuläre Wasser-Energie-Nährstoff-Systeme im Kontext integrierter Aquakultur konzentrieren.

PrAECtiCe wird von der Gruppe Wassertechnologie der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule Karlsruhe von Prof. Dr.-Ing. Jan Hoinkis koordiniert.

Als Projektpartner unterstützt das Steinbeis Europa Zentrum bei der Gesamtkoordination des Projekts, bei Verbreitungs- und Kommunikationsaktivitäten, bei der Verwertung der Projektergebnisse sowie beim Datenmanagement.

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Dr. Daniela Ríos
Irene Robles-Garcia
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