EU-Projekt HYDRO4UEU-Projekt Hydro4U fördert eine nachhaltige Zukunft - Europäische Innovation bringt neue Wasserkraftlösungen nach Zentralasien

8. Oktober 2025
Summer School 2025; Foto: KSTU

Zentralasien verfügt über ein großes Wasserkraftpotenzial, insbesondere in den stromaufwärts gelegenen Regionen, doch ein Großteil davon bleibt ungenutzt. Veraltete Infrastruktur, begrenzte Investitionen in neue Anlagen und der zunehmende Druck durch den Klimawandel und die Wasserknappheit bremsen die Entwicklung des Sektors weiterhin. Das Projekt Hydro4U widmet sich dem Nischenbereich der Kleinwasserkraft und führt innovative, klimaresistente Kleinwasserkraftlösungen ein, die erschwinglich und in abgelegenen Gebieten leicht zu installieren sind und den strengen europäischen Qualitäts- und Umweltstandards entsprechen. Das Konsortium setzt fortschrittliche Planungsinstrumente ein, arbeitet Hand in Hand mit den lokalen Gemeinden und baut Partnerschaften mit regionalen Unternehmen auf. Ziel ist es, den Weg zu einer saubereren und nachhaltigeren Energieversorgung und neuen Geschäftsmöglichkeiten in ganz Zentralasien zu ebnen.

Zentralasien verfügt über ein immenses Potenzial für Wasserkraft, aber die bestehende Infrastruktur und der wachsende Druck auf die knappen Wasserressourcen haben bisher den Fortschritt behindert. Das von der Europäischen Union finanzierte Projekt Hydro4U hat erfolgreich zwei innovative Kleinwasserkraftlösungen (SHP) entwickelt und getestet, die lokale Gemeinden unterstützen und ökologische Aspekte berücksichtigen.

In Shakimardan, Usbekistan, wurde die Francis Container Power Solution (FCPS) bereits in Betrieb genommen – sie liefert erneuerbare Energie mit einem modularen, kostengünstigen Ansatz, der die Nutzung vereinfacht, sogar in abgelegenen Regionen.

In At-Bashy, Kirgisistan, wird währenddessen die Hydroshaft Power Solution (HSPS) gebaut, eine hochmoderne Anlage, die ebenfalls auf maximale Klimaresilienz und ökologische Verträglichkeit ausgelegt ist.

Neben diesen beiden technologischen Lösungen haben die Hydro4U-Partner Instrumente wie GIS-basierte Kartierung, fortschrittliche Wasserbuchhaltungssysteme und fischfreundliche ökologische Überwachung eingeführt, um sicherzustellen, dass die Entwicklung der Wasserkraft den Wasser-Energie-Nahrungsmittel-Klima-Nexus unterstützt. Drohnenbasierte Vermessungen und 3D-Planungsmethoden setzen ebenfalls neue Standards für eine nachhaltige Stromerzeugung in der Region.

Darüber hinaus arbeiten die Hydro4U-Partner von Anfang an eng mit lokalen Gemeinden und Unternehmen zusammen, um sicherzustellen, dass dieses Projekt nicht nur Energiesicherheit, sondern auch lokale wirtschaftliche Chancen für die Bevölkerung mit sich bringt. Für viele Einwohner stellen diese Anlagen einen lang erwarteten Schritt in Richtung einer zuverlässigeren und nachhaltigeren Energiezukunft dar.

Das Steinbeis Europa Zentrum unterstützt als Projektpartner die Kommunikations- und Verbreitungsaktivitäten im Projekt, den Wissenstransfer sowie das Management des geistigen Eigentums und die Verwertung der Projektergebnisse.

Im weiteren Verlauf des Projekts möchte das Hydro4U-Konsortium diese Erfolge in der gesamten Region wiederholen, um Zentralasien dabei zu helfen, sein enormes Wasserkraftpotenzial zu erschließen und gleichzeitig Standards für eine verantwortungsvolle Entwicklung erneuerbarer Energien zu setzen.

Hydro4U wird aus Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der Europäischen Union finanziert.

  • Fördervereinbarungsnummer:101022905
  • Art des Projekts: Innovation Action
  • Koordinator: Technische Universität München
  • Projektlaufzeit: 01/06/2021 – 31/05/2026
  • Gesamtbudget des Projekts: 11.488.428 €
  • Gesamtförderung durch die Europäische Kommission: 9.931.160 €
  • Konsortium: 13 Partner aus 8 Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Sri Lanka, Usbekistan, Spanien, Belgien, Kirgisistan)

Mehr erfahren über unsere Unterstützung in HYDRO4U: Kleinwasserkraft für Zentralasien - Steinbeis DE

Kontakt zum Koordinator: Technische Universität München: Bertalan Alapfy; E-mail: coordination@hydro4u.eu

Pressekontakt: Steinbeis Europa Zentrum: Charlotte Schlicke; Email: info@hydro4u.eu

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