Eine resiliente Lieferkette für Magnetwerkstoffe - Als Partner im Projekt REEsilience macht Steinbeis die Projektaktivitäten sichtbar

Maëva Pratlong mit Michael Kuhnen, Foto: Werbefotografie Weiss GmbH

Das EU-Projekt REEsilience widmet sich dem Aufbau einer resilienten Lieferkette für Magnete auf der Basis Seltener Erden. Ein Eckpfeiler des Projekts ist die Entwicklung von Recyclingstrategien. Durch die Förderung der Rückgewinnung und Wiederverwendung von Seltenen Erden aus Altprodukten wie Windturbinen und Elektrofahrzeugen soll der Gesamtbedarf an neuen Seltenen Erden verringert werden. Dieser Ansatz trägt nicht nur zur Schonung wertvoller Ressourcen bei, sondern reduziert auch den ökologischen Fußabdruck der Seltenerdproduktion.

Das Steinbeis Europa Zentrum kümmert sich als Projektpartner um die Kommunikation und Verwertung der Projektergebnisse sowie das Clustering. Zudem unterstützt es den Koordinator Hochschule Pforzheim beim administrativen und finanziellen Projektmanagement.

Während die Projektpartner daran arbeiten, entscheidende Ergebnisse für Europa zu erzielen, begleitet das Steinbeis Europa Zentrum sie bei der Entwicklung langfristiger Pläne für die nachhaltige Nutzung der Ergebnisse auch über das Ende der Projektfinanzierung hinaus. Mit einer aktiven Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gelang es der Hochschule Pforzheim und Steinbeis das Interesse mehrerer deutscher Medien zu wecken. Besonders hervorzuheben sind hier die Berichterstattungen von ARD Plusminus und das Interview im Deutschlandfunk.

Rund 2,5 Millionen EU-Fördergelder gehen an die Hochschule Pforzheim, weitere 550.000 Euro an das deutsch-britischen Startup HyProMag GmbH, das den Kurzkreislauf-Recyclingprozess skaliert und kommerzialisiert. Dieser basiert auf der patentierten wasserstoffbasierten Technologie „Hydrogen Processing of Magnet Scrap (HPMS)“ der von der Magnetic Materials Group an der Universität Birmingham entwickelt wurde.

Ergebnisse

Im dritten Projektjahr haben die 16 Projektpartner in allen Kernbereichen wissenschaftliche, technische und strategische Fortschritte erzielt – von der Transparenz in der Wertschöpfungskette für Permanentmagnete bis hin zur Produktionsautomatisierung und -skalierung und Standardisierung in Europa. Der Schwerpunkt liegt nun auf der Konsolidierung der erweiterten industriellen Anlagen, um eine alternative, nachhaltigere und widerstandsfähigere Versorgung verschiedener europäischer Industrien mit Permanentmagneten sicherzustellen.

REEsilience setzt die Erfolgsgeschichte der Vorgängerprojekte SUSMAGPRO und REProMag fort, indem es zu den Zielen des europäischen Critical Raw Materials Acts beiträgt, zum Beispiel mit der Erhöhung der europäischen Produktionskapazitäten von Permanentmagneten mit recyceltem Anteil, der Verbreitung von nachhaltigeren Produktdesignansätzen für die Kreislaufwirtschaft, der Standardisierung von Produktinformationsträgern wie digitale Pässe, oder dem Mapping von Rohstoff- und Materialquellen aus resilienten Quellen.

REEsilience deposits

Aufgrund weltweiter geopolitischer Spannungen, die erneut zu Beschränkungen für Seltene Erden und damit verbundene Produkte wie Permanentmagnete und Produktionsanlagen geführt haben, kam es im Jahr 2025 zu Verzögerungen, die außerhalb der Kontrolle der Projektpartner lagen. Das Steinbeis Europa Zentrum unterstützte den Projektkoordinator und die Partner maßgeblich dabei, alternative Pläne mit der für das Projekt zuständigen Förderagentur der Europäischen Kommission im Rahmen sogenannter Amendments erfolgreich zu validieren. Das Konsortium hat konstruktiv auf die Komplexität dieser Herausforderung reagiert und strebt trotz einiger Verzögerungen und der Exportbeschränkungen wirkungsvolle Ergebnisse an.

EU-Förderung: 9.734.436 EUR,  Laufzeit: 07/2022 - 06/2026

Links

Projektpartner von REEsilience schließen Abkommen zur Kommerzialisierung von automatisierten Verarbeitungsanlagen für Festplattenlaufwerke, Lautsprecher und Elektromotoren - Steinbeis DE

Ergebnisse des EU-Projekts REEsilience zeigen: Erschliessung eines Teils der risikoarmen Vorkommen von Seltenen Erden kann das Versorgungsrisiko der EU mindern - Steinbeis DE

„Die Kolleginnen am Steinbeis Europa Zentrum sind für uns starke Partnerinnen in Fragen Kommunikation, Verwertung und Projektmanagement. Sie halten uns den Rücken frei für die Forschung und Entwicklungsarbeit und liefern außerdem einen hervorragenden Beitrag zur Entwicklung von Verwertungsstrategien für die neuen Technologien und Pilotanlagen.“

Professor Dr. Carlo Burkhardt, Institut für strategische Technologie- und Edelmetalle, Hochschule Pforzheim

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