EU-Projekt Capacity2TransformDie digitale, grüne, kreative Transformation gestalten- Steinbeis Europa Zentrum unterstützt KMU im Tourismus

Capacity2Transform Konferenz, 120 Teilnehmer aus 17 Ländern, Februar 2026 Stuttgart

Mit dem Interreg Projekt Capacity2Transform haben wir gemeinsam mit weiteren 10 Partnern aus Mitteleuropa einen neuen Raum für Partnerschaften geöffnet. KMU aus dem Bereich Tourismus, Kreative, Tech-Expert:innen und Akteure aus der Wirtschaftsförderung arbeiteten Seite an Seite an realen Herausforderungen. Oberstes Ziel war es, die grüne und digitale Transformation von KMU im Tourismus voranzubringen. Die Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) spielte eine Schlüsselrolle: Sie bietet frische Perspektiven sowie neue Methoden und Tools zur Problemlösung.

Unter der Koordination des Primorska Technology Parks, Slowenien vereinte das Konsortium Partner, die eng mit KMU arbeiten (Wirtschaftsförderung, Inkubatoren und Innovationsagenturen), Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie Partner mit starker Verankerung im Tourismus- und Kreativsektor.

Steinbeis Europa Zentrum setzt Pilotprogramm Baden-Württemberg um

Als Partner spielte das Steinbeis Europa Zentrum eine zentrale Rolle bei der Projektumsetzung. Zwischen Mai 2024 und April 2025 führte es zwei Pilotprogramme in Baden‑Württemberg durch. Highlights waren eine Storytelling Masterclass, eine Innovationsworkshop-Reihe sowie ein internationaler Peer Exchange zu nachhaltigen Weintourismus-Destinationen mit 60 Teilnehmenden aus 13 Ländern. Das Co‑Creation-Programm unterstützte die Entwicklung von zwei neuen Geschäftsmodellen; eines davon verknüpft Weinkultur, regionales Storytelling und gemeinschaftsbasierten Tourismus („Castle Tour with Wine Tasting“) an und zeigt, wie die Zusammenarbeit Nachhaltigkeit konkret und attraktiv macht.

Das Steinbeis Europa Zentrum koordinierte Aktivitäten, die Pilot-Erfahrungen in übertragbare Lösungen überführen, inklusive Tests in externen Umfeldern und der Verankerung auf politischer und europäischer Ebene. In diesem Rahmen wirkte es bei der Erstellung des Praxisleitfadens (E‑Book) mit und organisierte die Abschlusskonferenz im Februar 2026 in Stuttgart.

Wie aus “Skills” echte Transformation wird – und warum Kreativität dabei der Gamechanger ist

Im Kern des Projekts stand folgende Idee: Regionen benötigen Kompetenzen, um sektorübergreifend zu kooperieren und realistische Lösungen zu entwickeln. Deshalb haben die Projektpartner nicht nur Trainings angeboten, sondern eine praxisnahe Digital-Green-Creative (DGC)-Transformationsmethodik entwickelt und getestet. Sie basiert auf drei Säulen:

  • Upskilling (strukturiertes Lernen, das an reale Bedarfe anknüpft)
  • Peer Exchange (Wissenstransfer)
  • Co‑Creation (multidisziplinäre Teams lösen reale Herausforderungen und entwickeln umsetzbare Konzepte)

Dieser Ansatz half dabei, Geschäftsmodelle und regionale Innovationsökosysteme weiterzuentwickeln, indem digitale, grüne und kreative Kompetenzen in die tägliche Praxis integriert wurden. So entstanden praktische Fähigkeiten, die direkt auf lokale Bedürfnisse und konkrete regionale Herausforderungen reagieren.

Projekterfolge

Mit dem Konsortium haben wir gemeinsam folgendes erreicht:

  • 131 Upskilling-Aktivitäten mit 2.920 Teilnehmenden und 94 DGC-Ideen. Mit einer gemeinsamen Methodik haben die Partnerregionen ihre Upskilling-Programme an lokale Bedürfnisse angepasst. Deshalb unterschieden sich Themen, Formate und Schwerpunkte.
  • 12 Co‑Creation-Workshops mit über 140 Teilnehmenden. Diese Workshops stärkten die sektorübergreifende Zusammenarbeit und die Kooperation mit KKW und machten aus realen Herausforderungen konkrete Lösungen. Für jede Lösung wurde ein Video-Pitch erstellt.
  • Ein Praxisleitfaden zur Replikation des DGC-Ansatzes: Unser E‑Book Supporting digital, green and creative transformation in regions: A practical guideline übersetzt die Projekterfahrung in eine Schritt-für-Schritt-Anleitung – speziell für Wirtschaftsförderorganisationen, öffentliche Institutionen und KKW-Akteure, die DGC-Transformation in ihren Regionen umsetzen möchten.
  • Zwei Online-Lernplattformen: die Knowledge Factory (Peer-Learning-Plattform mit Tools, Trainingsmaterialien und Expert*innen-Insights) sowie die Media Factory (Open-Access-Artikel und multimediale Inhalte zu Stories, Tools und Best Practices rund um grüne und digitale Innovation).
  • Ein Kompetenzrahmen, der das digitale, grüne und kreative Wissen, die Fähigkeiten und Haltungen definiert, die für Transformation nötig sind.
  • Eine Transferability Conference, bei der 8 EU-finanzierte Projekte konkrete Ergebnisse, Methoden, Tools, Erfahrungen und Empfehlungen zu Kompetenzentwicklung und Capacity-Building für die grüne, digitale und kreative Transformation teilten. Unser Abschlussevent am 4. Februar 2026 in Stuttgart brachte 120 Teilnehmende aus 17 Ländern zusammen. Unsere Veranstaltung wurde zudem als Good-Practice-Format hervorgehoben, wenn es um die wirksame Weitergabe von Projektergebnissen geht.
  • Policy Recommendations und thematische Maßnahmen für Entscheidungsträger:innen auf regionaler, nationaler und EU-Ebene, um Digital–Green–Creative Kompetenzen in Innovationsstrategien, Förderinstrumente und Unterstützungsangebote zu verankern – damit KKW und Tourismus-KMU Europas digitale und grüne Transformation aktiv mitgestalten können.

Wirkung, Replikation und Verbreitung

Transferierbarkeit stand im Zentrum von Capacity2Transform. Während des Projekts haben wir unsere Methodik in einem externen unternehmerischen Kontext in Polen getestet. Diese ‚Transferability Action‘ half dem Konsortium, den Leitfaden zu prüfen und weiterzuentwickeln. Drei zentrale Bausteine unterstützten die Verbreitung und Replikation: Die beiden Plattformen (Knowledge und Media Factory) sowie unser E-Book. Sie stellten sicher, dass Regionen die DGC-Methodik auch weit über die Projektlaufzeit und den ursprünglichen Projektraum hinaus verstehen, anwenden und anpassen können.

Ausblick

Nach Abschluss des Projekts hat sich das Konsortium dazu verpflichtet, die Zusammenarbeit über das Projektende hinaus fortzusetzen und auszubauen. Sie unterzeichneten ein Memorandum of Understanding, mit dem Ziel, die beiden gemeinsamen Plattformen weiterzuführen, Pilotformate zu replizieren und Folgeinitiativen zu entwickeln.

929.765 Euro EU-Förderung für Capacity2Transform, 03/2023 – 02/2026

Weitere Informationen:

„Das Steinbeis Europa Zentrum spielte eine Schlüsselrolle im Projektmanagement und brachte sein Fachwissen in den Bereichen Wissenstransfer, Einbindung von Interessengruppen, Stärkung der Zusammenarbeit und Steigerung der Projektwirkung ein. Als Koordinator von Capacity2Transform sind wir stolz darauf, diese Partnerschaft koordiniert zu haben, die von Vertrauen, Fachkompetenz und einer gemeinsamen Vision für Innovation geprägt ist. Die enge Zusammenarbeit zeigt, dass Organisationen nachhaltigen Mehrwert schaffen und neue Chancen für die Zukunft Europas eröffnen, wenn sie Wissen, Kreativität und Unternehmertum miteinander verbinden.“

Janja Drole, Primorska Technology Park

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Dr. Clémentine Roth
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